Fecht-Club Rothenbaum Hamburg e.V.


Zeitnahme,
Aufstellen der Fechter zum Gefecht,
Prüfungen der persönlichen Ausrüstung

Zeitnahme
Die Gefechtszeit gilt ab dem Komando "Los" oder "Allez" des Kampfleiters (allgemein auch Obmann genannt) und endet grundsätzlich bei einem "Halt"

Ein "Halt" erfolgt
- bei jedem Aufleuchten der Trefferanzeige (Melder)
- oder wenn der Kampfleiter es für erforderlich hält, z.B. bei Unsportlichkeiten, Verlassen der Bahn,
unklare Gefechtssituation, techn. Defekt, usw.)

Die Zeitnahme erfolgt per Stoppuhr beim Kampfleiter oder im Melder integrierter Uhr
(Fernbedienung vom Kampfleiter)

Bei Ablauf der Gefechte gilt der als Sieger, wer zu diesem Zeitpunkt in Führung liegt

Bei Ablauf der Zeit und Treffergleichstand
- wird das Gefecht um eine Minute verlängert. Der nächste Treffer entscheidet!
- vor Beginn dieser Verlängerung wird per Los entscheiden, wer nach Ablauf der 1 min - und kein Treffer ist gefallen - den Vorteil hat. Der Gewinner in dem Losentscheid hat in diesem Fall dann gewonnen. Der andere Fechter wird damit zur Initiative gezwungen. Ein häufiger Fall bei Degenfechten, wenn beide warten und dem anderen den Angriff überlassen wollen.

Aufstellung
- Der Kampfleiter ruft die beiden Fechter auf.
- Der zuerst genannte stellt sich rechts vom Kampfleiter auf.
- Ein zuerst aufgerufener Linkshänder wird allerdings auf die linke Seite vom Kampfleiter gestellt.

Grund: Stellt er sich gegen einen Rechtshänder rechts auf, dann sieht der Kampfleiter beide von hinten,
d. h. beide verdecken das Geschehen mit ihren Körpern.

- Beide Fechter müssen mit je 2 funktionierenden Waffen und 2 Körperkabeln an der Bahn erscheinen.
- Bei Unterlassen gibt es eine Verwarnung (Gelbe Karte)

Prüfung der Ausrüstung
Nach Aufstellung der Fechter und Anschluss an die elektrische Trefferanzeige (Melder)
prüft der Kampfleiter die Waffen.
- Florett und Degen
Die Fechter stellen die Waffe senkrecht und der Kampfleiter prüft mit einem Gewicht die Klingenspitze
(Florett = 500 gr, Degen = 750 gr.) Er drückt auf das Gewicht, löst damit eine Anzeige aus, und die Spitzenfeder in der Klinge muss das Gewicht wieder anheben, die Anzeige muss verlöschen.
Erlischt sie nicht, ist die Waffe nicht zugelassen, sie würde zu früh anzeigen.
Beim Degenfechten prüft der Kampfleiter auch den sogenannten "Zündlauf".
- Die Spitze muss bei einem Treffer mindestens um 1 mm eingedrückt werden können, bevor die Trefferanzeige auslöst.
- Er prüft dann zuerst mit einer Lehre mit 1,5 mm Dicke, ob sie zwischen Spitzenhülse und Spitzenkopf passt.
- Dann schiebt er eine Lehre mit 0.5 mm Dicke dazwischen und drückt auf den Spitzenkopf, der nun um diese 0.5 mm nicht ganz hineingedrückt wird. Dabei darf die Trefferanzeige nicht auslösen.
- Dann prüfen die Fechter noch die Funktion ihrer Ausrüstung zur elektrischen Anzeige. Florettfechter stoßen auf die E-Weste beim Gegner. Dabei muss "Gültig" ( Rot oder Grün ) aufleuchten. Säbelfechter schlagen leicht auf die leitende E-Weste und Maske beim Gegner. Auch hier muss "Gültig" (Rot oder Grün) aufleuchten.
Degenfechter stoßen auf die Glocke beim Gegner. Dabei darf keine Anzeige aufleuchten.
- Funktioniert irgendein Teil der persönlichen Ausrüstung schon vor Beginn des Gefechtes nicht gemäß den Regeln, dann wird der Fechter verwarnt (Gelbe Karte). Funktioniert auch der Ersatz nicht, dann gibt es die rote Karte (Straftreffer)
-Funktioniert ein Teil während des Gefechtes nicht, gibt es keine Verwarnung. (Gelb)
Wohl aber, wenn der Ersatz auch nicht funktioniert.