Fecht-Club Rothenbaum Hamburg e.V.


Wie funktioniert ein Wettbewerb (Fortsetzung)
Schema

Zwischenrunde
Wir haben jetzt also eine Indexliste mit unseren 62 Teilnehmern und davon sollen nun einige ausscheiden,
weil wir auf eine Zahl von 32 kommen wollen.
Aber das Reglement sagt nun: In einem Rundensystem darf höchstens ein Drittel ausscheiden!
Wir kommen mit einer Runde nicht aus. Da kommt dann die Zwischenrunde. Und in der ersten Runde müssen
einige schon ausscheiden.
Am besten nehmen wir die besten 48 aus der Indexliste und verteilen sie auf acht Sechsergruppen für die
Zwischenrunde. Und zwar von oben nach unten: No. 1 -8 der Liste in die Gruppen 1 - 8, das gleiche dann
mit No. 9 - 16, dann mit 17 - 24 usw. Die Gruppen sind dadurch ausgeglichen stark. No. 49 - 62 sind ausge-
schieden. Das muss am Anfang in der ersten Runde vorgegeben werden, damit die Fechter sich darüber im
Klaren sind.
Wenn auch diese acht Sechsergruppen ihre Runden fertig gefochten haben, dann machen wir eine neue Index-
Liste und bekommen so die besten 32 für die K.O. Runde.

32er K.O. mit Hoffnungslauf
Jetzt geht es in jedem Gefecht auf 15 Treffer bei max neun Minuten Gefechtszeit.
Die verbliebenen 32 Fechte sortieren wir nun noch einmal neu, und zwar in einer Indexliste , in der die Siege und Gefechte und die Treffer aus den letzten beiden Runden , also Vorrunde und Zwischenrunde, zusammen
zählen. Das ist unsere Setzliste für die K.O.Ausscheidung.
Jezt muss der Schlechteste gegen den Besten, der Zweitbeste gegen den Zweitschlechtesten, usw.
Je besser man in den Runden gefochten hat, desto leichter könnte der Gegner im K.O. sein.
Wie kann man anhand der ausgehängten Setzliste schnell die Paarungen für das K.O. ermitteln?
Ganz einfach: No. 1 ficht gegen 32, No. 2 gegen 31. Die Summe ergibt also immer 33! Wenn man also No.20
ist, dann muss man gegen No. 13 fechten, denn 20+13= 33!
Der Sieger von 1 gegen 32 ficht im zweiten K.O Gefecht gegen den Sieger von 16 gegen 17. Die Verlierer
treten im Hoffnungslauf gegeneinander an. Also fechten die beiden Äußeren der Setzliste dann gegen die
beiden Mittleren. Bei diesem System kann die No. 1 erst im Finale für die besten acht auf No.2 treffen.
Sollten zwei Fechter im Hoffnungslauf aufeinander treffen, die sich bereits im Hauptlauf des K.O. gegenüber
standen,dann wird "geschoben", d.h. der niedrigere gesetzte Fechter tauscht mit dem nächstniedrigeren
innerhalb derselben Hoffnungslaufrunde das Gefecht. Ab der Runde der besten Acht wird nicht mehr
geschoben.
Das Schema (Siehe Schema )zeigt, wie ein 32er K.O mit Hoffnungslauf funktioniert. Hier scheidet man nach
zwei Niederlagen aus und kann duschen gehen.

Das Finale
Das 32er K.O mit Hoffnungslauf ist beendet und acht Fechter sind noch im Wettbewerb.
Vier sind ohne Niederlage direkt, die anderen vier sind über den Hoffnungslauf ins Finale gekommen. Sie hatten
eine Niederlage und dann eine Sieg.
Im Finale heißt es jetzt, wer verliert ist weg vom Fenster!
Die neue Setzliste für das Finale wird aufgestellt. Auf Platz 1-4 kommen die Finalisten ohne Niederlage im Hauptlauf entsprechend ihrer Reihenfolge aus der 32er Liste, die Finalisten des Hoffnungslauf entsprechend
die Plätze 5-8.
Die Paarungen für das Finale lauten: 1-8 , 2-7, 3-6, 4-5.
Die Sieger dieser Paarungen erreichen das Halbfinale.
Dort trifft Sieger aus 1-8 aus den Sieger aus 4-5, der Sieger aus 2-7 trifft auf den Sieger aus 3-6.
Die Sieger aus diesen Paarungen fechten dann um Platz 1 und 2

Wer landet auf welchem Platz?
Die Ausscheider jeder Runde sowohl im Finale als auch im 32er K.O. fechten die Plätze nicht aus.
Die Plätze für sie ergeben sich auch der Reihenfolge der Setzliste. Wer also in der zweiten Hoffnungslaufrunde
verliert bekommt einen der Plätze 17-24. (Siehe Schema)
Bei Weltcup-Turnieren, Weltmeisterschaften der Aktiven sowie bei Olympischen Spielen gibt es keinen
Hoffnungslauf.
Dies kann auch gelten, wenn man bei einem großen Turnier aus Zeitgründen auf den Hoffnungslauf verzichtet.

Die Altersklassen im Fechtsport
Schüler: 9 - 11 Jahre, starten nach Jahrgängen getrennt, fechten mit kleinerer Waffe.
B-Jugend: 12 - 13 Jahre, starten nach Jahrgängen getrennt, sind bei A-Jugend startberechtigt.
A-Jugend: 14 - 16 Jahre, bei Junioren startberechtigt. International "Cadettes" genannt.
Junioren: 17 - 19 Jahre, bei Aktiven startberechtigt. International "Junieurs" genannt.
Aktive: ab 20 Jahre, International "Senieurs" genannt.
Senioren: ab 40 Jahre, Altersklasse I: 40-49 Jahre, AK II: 50-59 Jahre, AK III: 60-69 Jahre, AK IV: 70-79 Jahre
International "Veterans" genannt.
Ausschlaggebend ist der Geburtsjahrgang.
Der Wechsel in die nächste ältere Klasse erfolgt zu Beginn der neuen Saison nach der Sommerpause.