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Für
einen Wettbewerb, z.B. ein größeres Einladungsturnier,
eine Landesmeisterschaft, eine Deutsche Meisterschaft soll der Ablauf
organisiert werden. Wie funktioniert das?
Wir haben bislang die Regeln und Abläufe für ein Gefecht
betrachtet.
Nun soll es ein Turnier mit vielen Teilnehmer- wir nehmen mal 60 an
- und Gefechten mit Runden
und einer Direktausscheidung (KO-Runde) sein. Der Ablauf soll in diesem
Fall sein:
Vorrunden
Zwischenrunden
32 er KO mit Hoffnungslauf
Finale
Dieser
Ablauf kann vom Veranstalter anders gestaltet werden, wenn die Anzahl
der Teilnehmer und ein Zeitrahmen dies verlangen. Dann könnten
vielleicht der Hoffnungslauf und/oder die Zwischenrunden entfallen.
Man muss aber für die Runden vorher angeben, wieviele jeweils
ausscheiden.
Vorrunden
Wir haben vielleicht eine Anzahl von 60 Fechtern, die wir in mögllichst
gleiche Gruppen einteilen müssen.
Die Gruppen sollten nicht weniger als fünf Fechter haben, damit
jeder mindestens 4 Gefechte zu machen hat.
Aber es sollten auch nicht mehr als sieben sein, sonst dauert die
Runde zu lange.
Bei 60 Teilnehmern können es also 10 Gruppen zu je sechs Fechtern
sein. Bei 100 Fechtern teilen wir 20 Gruppen zu fünf Fechtern
ein. Vielleicht gibt es auch eine krumme oder ungerade Zahl, mal angenommen
62, dann machen
wir acht Sechser- und zwei Siebener-Gruppen. Wir brauchen dann also
10 Bahnen!
Eine aktuelle Landesrangliste oder eine deutsche Rangliste hilft uns,
die Favoriten gleichmäßig auf die Gruppen
zu verteilen.
Außerdem sollten nie mehr als ein Fechter vom selben Verein
(bei internationalen Turnieren aus demselben Land) in einer Gruppe
sein. Das geht natürlich nicht immer.
Wenn wir zehn Gruppen haben, aber einen Verein mit 12 Teilnehmern,
dann wird es eben zwei Gruppen geben,
wo je zwei aus einem Verein fechten. Die müssen aber das allererste
Gefecht machen. Also richtig setzen.
Die Reihenfolge einer Runde für 5,6,7.. Teilnehmer ist nach dem
Reglement gegeben.
Jetzt kann die Vorrunde beginnen. Wir teilen jede Gruppe auf, teilen
ihr eine Bahn und einen Kampfleiter
zu, der die Gefechte leitet. Ihm geben wir Stoppuhr, Prüfgewicht
und ein Rundentableau mit, in dem
er die Ergebnisse einträgt. Die Reihenfolge der Gefechte ist,
wie schon gesagt, genau festgelegt, damit jeder
in der Gruppe gleich große Pausen zwischen den Gefechten hat.
Wie ein Rundentableau funktioniert.
Jedem Teilnehmer wird eine Zeile und eine Spalte zugeordnet. In seiner
Zeile werden seine Siege mit
einem V (franz. "Victoire") und seinen gesetzten Treffern
eingetragen, jeweils in der Spalte dessen,
gegen den er sie gesetzt hat. Also bedeuten die vier "V´s"
in einer Zeile, dass Axel vier Gefechte gewonnen hat.
Das Gefecht gegen Klaus hat er mit 3:2 Treffern gewonnen. Hier waren
die drei Minuten Gefechtszeit um,
bevor einer der beiden die fünf Treffer setzen konnte. Axel lag
zu diesem Zeitpunkt mit 3:2 in Führung
oder es stand 2:2 und er hat in der Verlängerungsminute den entscheidenden
Treffer gesetzt. Daher die
Eintragung "V3". Die anderen "V" ohne eine Zahl
bedeuten, dass er hier mit fünf Treffern gewonnen hat.
Seine einzige Niederlage hat Axel von Gert mit 3:5. Deshalb steht
in Gerts Zeile ein "V" unter der No. 1.
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